audiovisuelles Werk — Stimme, Elektronik und Video
Voice Studies for Empty Rooms No. 2 — corridor study ist ein siebenminütiges audiovisuelles Stück von 2026, das zweite einer Reihe von Studien, in denen eine einzelne Stimme in einen leeren architektonischen Raum gestellt wird und der Raum antworten darf.
Der Raum ist hier ein Korridor: lang, hart, institutionell. Die Stimme singt kurze Töne hinein, und die Elektronik ist nichts als die Antwort des Korridors selbst — sein Flatterecho, seine resonierende Länge, die Art, wie ein gehaltener Ton mit einer verstärkten Frequenz und ohne den Rest zurückkommt —, gemessen, dann übertrieben, bis der Korridor zu einem Instrument mit wenigen sehr starken Tönen und keinen anderen wird. Das Bild ist der Korridor selbst, ein fester Rahmen seiner Länge entlang, in dem sich nichts bewegt außer dem Licht, langsam, und einmal, weit hinten, eine Gestalt, die vorübergeht.
Die Studien sind Übungen darin, einem Ort zuzuhören, bevor man für ihn komponiert. Diese hat herausgefunden, dass ein Korridor eine sehr lange, sehr schmale Glocke ist.