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Rezensionen, Reportagen und Porträts. Die Sprache jedes Beitrags ist markiert.
Kurzbiografie
Eda Er ist Komponistin, Medienkünstlerin und Vokalistin und arbeitet im verkörperten Technofeminismus. Sie baut responsive Instrumente aus Stimme, materieller Praxis und Computation, zuletzt ein live gespieltes augmentiertes Instrument aus dem türkischen Marmorierbecken, und spielt sie selbst. Sie ist Doktorandin an der University of California, Berkeley (CNMAT/BCNM) und Trägerin des George Ladd Prix de Paris. Ihre Musik wurde international aufgeführt, unter anderem vom Antwerp Symphony Orchestra, den San Francisco Contemporary Music Players, dem Ensemble Musikfabrik, dem Ensemble Multilatérale und dem Nordic Trombone Quartet.
Langbiografie
Eda Er ist Komponistin, Medienkünstlerin und Vokalistin, deren Arbeit an der Schnittstelle von Live-Elektronik, audiovisueller Performance und feministischem Erzählen liegt. Ihre Praxis entwickelt Werke, in denen Klang als narrativer Akteur wirkt — er formt die Erfahrung von Zeit, Raum und Identität in immersiven und interdisziplinären Formen. Ihre Kompositionen verbinden erweiterte Vokaltechniken, elektronischen Klang und visuelle Medien und stellen die Interpretin oft in Systeme, die die Grenzen zwischen Instrument, Körper und Umgebung verwischen.
Im Zentrum ihrer aktuellen Arbeit steht Fluid Narratives, ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das das türkische Marmorieren (Ebru) zu einem live gespielten augmentierten Instrument für die Live-Komposition umbaut. Mit Live-Video, Mehrkanalklang und algorithmischen Prozessen übersetzt das System physische Geste in Echtzeit in klangliche und visuelle Strukturen — und schlägt alternative Modelle vor, in denen materielle Prozesse und verkörperte Handlungen als kompositorische Rahmen fungieren. Ihr Hintergrund in Chemie prägt diesen materiellen Ansatz: Oberflächenspannung, Viskosität und Pigmentsuspension werden als kompositorische Parameter behandelt.
Ihre Arbeit stützt sich auf feministische New-Media-Studien, postkoloniale Theorie und Technikphilosophie, um zu befragen, was es heißt, mit Systemen zu komponieren, die sich erinnern, zuhören und antworten. Besonders interessiert sie das Design augmentierter Instrumente als Orte feministischer Praxis — Werkzeuge, die die Beziehung zwischen Interpretin, Material und Publikum neu konfigurieren.
Eda Er schließt derzeit ihre Promotion in Komposition mit dem Schwerpunkt New Media an der University of California, Berkeley (CNMAT / BCNM) ab. Sie ist Trägerin des George Ladd Prix de Paris und Gastdoktorandin an der Université de Strasbourg und am Conservatoire de Strasbourg (CRR). Ihre Werke wurden international aufgeführt, unter anderem vom Antwerp Symphony Orchestra, dem Ensemble Multilatérale, den San Francisco Contemporary Music Players, dem Ensemble Musikfabrik und dem Nordic Trombone Quartet. Jüngste Uraufführungen 2026: Echopraxia (GMEM, Marseille), The Ceremony of Almost Saying (Conservatoire de Strasbourg), I Kept the Voice You Left Behind (Berlin · Istanbul, Nicholas Isherwood) und Instructions for Not Disappearing (CCRMA Stanford · ZKM Karlsruhe). Sie tritt außerdem als ΞDΛ auf, einem experimentellen Dark-Pop-Projekt, das ihre kompositorische Praxis in elektronische audiovisuelle Performance überführt.
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