audiovisuelles Werk — Stimme, Elektronik und Video
Géographie de bouche — eine Geografie des Mundes — ist ein sechsminütiges audiovisuelles Stück von 2026, in dem das Innere des Mundes als zu kartierende Landschaft behandelt wird. Der Klang besteht ausschließlich aus Nahaufnahmen meines eigenen Mundes ohne Stimmbänder: Klicks, die Zunge an Zähnen und Gaumen, Atem über die Lippen, Speichel, die kleine Perkussion des Sprechens mit herausgenommenem Sprechen — sortiert, in Tonhöhen gebracht und zu einem Gelände aus Graten, Ebenen und Hohlräumen geschichtet.
Das Bild ist eine langsame Durchquerung dieses Geländes: Makroaufnahmen von Lippen, Zähnen und Zunge, bearbeitet, bis sie wie Luftaufnahmen wirken — Küstenlinien, Dünen, ein Flussdelta, das eine Falte der Haut ist. Hin und wieder taucht ein gesungener Ton auf, eine einzelne Landmarke auf der Karte, und wird wieder bedeckt.
Es ist das intimste Stück, das ich gemacht habe, und eines der am wenigsten persönlichen: eine Karte des Instruments statt ein Porträt der Spielerin.