für Stimme, Bassposaune, Kontrabass, Elektronik, Video und interaktives Licht
The Empress ist eine immersive audiovisuelle Komposition von etwa zwölf Minuten, die Live-Stimme und Instrumentalspiel mit Elektronik, Video und interaktivem Licht verbindet. Sie erkundet die Verwandlung akustischer Gesten durch Stimme, Bassposaune und Kontrabass, erweitert durch feste und Echtzeit-Elektronik: Das Ensemble arbeitet als dynamisches System, in dem Atem, Geräusch und Tonhöhe einander fortwährend beeinflussen und umformen.
Das Werk entfaltet sich als performative Bahn zwischen Kontrolle und Instabilität, in der körperliche Präsenz und klangliches Material untrennbar werden. Jede Handlung erzeugt zugleich eine klangliche und eine wahrnehmungsbezogene Folge und bildet eine fortlaufende Rückkopplung zwischen Interpretin, Raum und elektronischer Antwort. Alle verstärkten Signale werden in Echtzeit zu erweiterten Resonanzen, gefilterten Spektren und granularen Verwandlungen verarbeitet, die wahrnehmbar mit dem akustischen Klang verbunden bleiben — ein hybrides Timbre statt einer getrennten Schicht. Die Vokalistin steht in der Bühnenmitte in einem Fächer aus LED-Licht am Boden, das farbig pulsiert und aufwärts wandernde Schatten wirft, in einem Kostüm mit zum Klang synchronisierten Lichtern; Posaune und Kontrabass stehen im Umgebungslicht der Projektion links und rechts von ihr. Die Partitur ist grafisch, gelesen gegen Stoppuhr und Video-Timecode.
Die Herrscherin ist die Tarotkarte der im Körper gehaltenen Macht. Das Stück erkundet Macht, Weiblichkeit und Identität durch geschichtete Klangtexturen und Bilder und lädt das Publikum zu einer introspektiven Reise ein. Es wurde am 9. Mai 2024 in der Hertz Hall der UC Berkeley vom Eco Ensemble — Brendan Lai-Tong (Bassposaune) und Richard Worn (Kontrabass) — mit der Komponistin als Vokalistin uraufgeführt.
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