für Kammerorchester
Beyond the Pacific Ocean entstand für die San Francisco Contemporary Music Players mit Unterstützung des ARTZenter Emerging Composer Grant, für ein Kammerorchester mit einfach besetzten Holz- und Blechbläsern, Pauken, zwei Schlagzeugern und Streichern. Das Motto lautet: „Wir richten den Blick auf einen gemeinsamen Horizont, wo die Umarmung desselben endlosen Ozeans uns alle vereint.“
Das Stück verwebt Rhythmen als Ode an die vielfältigen Kadenzen, die Identitäten formen. Jede Figur der Partitur beansprucht einen eigenen Rhythmus — einen hinkenden Tanz im tiefen Blech, eine hastige Figur in den Holzbläsern, eine langsame Dünung in den Streichern — und diese Charaktere werden gegeneinander in Bewegung gesetzt, bis sie wie Schiffe segeln und das Wechselspiel der Identitäten auf einer einzigen Fläche durchqueren. Das Orchester wird als befreiter Tanz in der Natur behandelt, nicht als Hierarchie: Der Horizont ist eine offene Leinwand, die allen gehört.
Geschrieben 2023 in Berkeley, im Jahr meiner Ankunft aus Europa in Kalifornien, handelt das Werk auch von dem Ozean, den ich gerade in umgekehrter Richtung überquert hatte — dem weiten Unbekannten jenseits des metaphorischen Pazifiks und den universellen Fäden, die verbinden, was auf beiden Seiten liegt. Die Uraufführung fand am 5. Januar 2024 im Herbst Theatre San Francisco unter Eric Dudley statt.