audiovisuelle EP in fünf Stücken — Stimme, Elektronik und gefilmte, digital bearbeitete Ebru-Marmorierung
Mouth of the Marble ist eine EP aus fünf audiovisuellen Stücken — Oil Tongue · The Water Refused My Name · Pink Disease / Dancing Plague · I Was a Room Before I Was a Woman · Marble Eats the Sky —, in denen die Ebru-Wanne als Mund behandelt wird: eine nasse Fläche, die Pigment aufnimmt, hält und als Muster zurückspricht. Jedes Stück verbindet einen um meine Stimme gebauten elektronischen Track mit von oben gefilmter, digital bearbeiteter Marmorierung, bis die Tinte zu atmen scheint.
Die fünf Tracks sind auf ein einziges Zentrum gestimmt, D, das das letzte Stück schließlich um einen Halbton hinabgleiten lässt. Die Stimme liegt nie über der Musik; sie sitzt in ihr — geflüstert, gesungen, zu Drones gedehnt und in die kleinen rhythmischen Fragmente geschnitten, die die Titel nahelegen: eine ölige Zunge, die nicht artikulieren will, Wasser, das einen Namen verweigert, die beiden Plagen der Farbe und der Bewegung, ein Zimmer, das eine Frau war, ein Marmor, der den Himmel frisst. Die Bilder illustrieren den Klang nicht, sie sind seine andere Hälfte: Was die Tinte tut, tut die Elektronik, und umgekehrt.
Es ist das erste albumlange Werk aus der Ebru-Forschung und das, was ihr am nächsten an Pop gekommen ist — fünf kurze Stücke, jedes mit einem Haken, jedes mit einem Gesicht.